Deutsche Meisterschaften 2017 Aktive

Fabian Braun ist deutscher Meister der Aktiven

Damit kommt zum ersten Mal nicht nur aus dem FSV Klarenthal, sondern

auch in der langen Geschichte des Fechterbundes Saar ein deutscher Meister der Aktiven aus dem Saarland. Dass der eigentlich sogar noch bei den Junioren starten dürfte: umso beeindruckender.

Und vor allem der Sieg war vollkommen verdient. Das erste Ausrufezeichen gleich im Achtelfinale. Der Gegner dort, der Ex-Weltmeister und olympische Bronzemedaillen-Gewinner Peter Joppich. Die Favoritenrolle also klar verteilt, doch Fabian ließ sich nicht abschrecken im Gegenteil. 15:13 stand es am Ende für ihn. Eine faustdicke Überraschung. „Nach dem Sieg gegen Peter dachte ich schon, da geht vielleicht was“. Er sollte recht behalten und nahm das Selbstbewusstsein aus dem Sieg gegen Joppich gleich mit ins Viertelfinale. 15:8 gegen Niklas Uftring hieß es am Ende. Ein klarer Sieg.

Und dann wäre es im Halbfinale beinahe zum Bruderduell gekommen. Denn Marius Braun, der ebenfalls einst für Klarenthal startet und mittlerweile für Bonn ficht, hatte sich ebenfalls bis in die Runde der letzten acht vorgekämpft. Doch aus Braun gegen Braun wurde nichts. Marius unterlag Georg Dörr aus Weinheim und wurde Fünfter.

Der jüngere Braun-Bruder war aber an diesem Tag auch für Dörr zu stark. 15:13 siegte Fabian und stand im Finale – schon das eine Sensation. Dort wartete mit André Sanita der EM-Dritte. Doch dass sich Fabian in der Außenseiterrolle an diesem Tag wohlfühlte, das zeigte er auch in diesem Finale. Immer wieder wehrte er Angriff um Angriff ab und setzte selbst die entscheidenden Treffer. Und dann der Siegtreffer zum 15:10. Ein Jubelschrei. Fabian Braun hatte die Sensation geschafft und ist deutscher Meister! „Meine Stärke war heute sicher das gute Abstandsgefühl, das ich hatte. Das hat auch im Finale den Unterschied gegen Andre ausgemacht.“

Der Fechtsport schreibt die schönsten Geschichten! Fabian hat den Wettkampf seines Lebens und wird Deutscher Florett-Meister 2017. Bruder Marius, im Viertelfinale ausgeschieden, steht nicht weit weg von der Planche und wird nach dem Schlusstreffer von seinen Gefühlen überwältigt. Für die beiden Brüder und die Zuschauer ein unbeschreiblicher Moment.

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