Saarlandmeisterschaften Schüler und Jugend B 2007

Im Auftrag des Fechterbundes Saar hat der Fechtsportverein Klarenthal am vergangenen Wochenende die Landesmeisterschaften im Fechten für Schüler und Jugend B ausgetragen.

Die Landesmeisterschaften in Klarenthal wurden von spannenden Wettkämpfen und einer tollen Atmosphäre geprägt. In neun Einzeldisziplinen wurden die Titelkämpfe ausgetragen. Erfolgreichster Verein war die TG Rohrbach mit fünf Einzeltiteln, gefolgt vom ATSV Saarbrücken mit drei Titeln und ein Titel für den gastgebenden Fechtsportverein Klarenthal. Erfolgreichster Einzelfechter war der 11jährige Dennis Traudt aus Rohrbach, der sowohl im Florett als auch im Degen den Titelkampf für sich entscheiden konnte.

Erfreulich war, dass gerade im Schülerbereich die meisten Meldungen zu verzeichnen waren – ein gutes Zeichen dafür, dass die Nachwuchsarbeit im Fechtsport weiter vorangetrieben wird. Das Erlernen des Fechtsports ist nicht leicht – es erfordert viel Disziplin und vor allem Geduld. Darauf ist auch die Ausbildung der jungen Fechter gerichtet und gerade deshalb hat der Fechtsportverein Klarenthal neben C-Trainern zwischenzeitlich auch zwei B-Trainer in seinen Reihen, die sich ausschließlich der Nachwuchsarbeit widmen.

Bei den Landesmeisterschaften zeigten sich die ersten Erfolge dieser Entscheidung. Im Florett der Schüler waren vier Fechter aus dieser Gruppe am Start, die erst wenige Tage zuvor ihre Anfängerprüfung abgelegt haben. Robin Ehre, Christoph Meyer, Leon Jakob und Julius Ehre waren die vier Musketiere, die erstmals auf einem Wettkampf ihr Können zeigen konnten und das mit Leistungen, die die Trainer nicht unbedingt erwartet hatten.
Robin wurde 6. beim Jahrgang 1996. Christoph, Leon und Julius belegten bei den Schülern des Jahrgangs 1997 die Plätze 4-6.

Größter Erfolg war der Titelgewinn des 10jährigen Fabian Braun. Fabian hat mit 8 Jahren sein erstes Turnier besucht und nach zwei dritten Plätzen in diesem Jahr bei Pokalturnieren in Kaiserslautern und Neunkirchen nun erstmals den Landestitel gewonnen.

Die Schülermannschaft mit Fabian Braun, Christoph Meyer und Leon Jakob belegte bei den Mannschaftsmeisterschaften den 3. Platz.

Marius Braun Nachwuchsfechter des Jahres

Marius Braun Nachwuchsfechter des Jahres

Im Rahmen des Saarländischen Fechtertages 2007 wurde der Florettfechter Marius Braun vom Fechtsportverein Klarenthal als Nachwuchsfechter des Jahres 2006 geehrt.

Ausschlaggebend für die Ernennung waren seine herausragenden Erfolge im vergangenen Jahr:

Erstmals in seiner noch jungen sportlichen Laufbahn wurde Marius in die Deutsche Nationalmannschaft berufen und für die Kadettenweltmeisterschaften ( U 18 ) nominiert, die in Taebaek City/Korea ausgetragen wurden.

Mit dem 14. Platz erreichte er eine tolle Platzierung und wurde daraufhin auch für den Einsatz in der Juniorenmannschaft nominiert, die mit Rang vier eine überraschend gute Platzierung erreichte.

Kurz nach den Weltmeisterschaften wurde Marius in Lübeck Deutscher Meister in der
A-Jugend und beendete die letzte Saison bei den Kadetten auf dem ersten Platz der Deutschen Rangliste.

Kaum in der Juniorenklasse am Start, wird er im Dezember in Weinstadt
Deutscher Juniorenvizemeister.

Die aktuelle Saison hat Marius Braun als Dritter der Deutschen Juniorenrangliste abgeschlossen – auf der Rangliste der Aktiven, die von Weltmeister Peter Joppich angeführt wird, steht er auf Platz 13, wobei kein jüngerer Fechter vor ihm platziert ist.

Alle Mitglieder und Freunde des Fechtsportvereins gratulieren Marius zu der Auszeichnung „Nachwuchsfechter des Jahres“ und drücken ihm weiterhin fest die Daumen.

DJunM Weinstadt 2006

Marius Braun

Einziger saarländischer Starter bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren in Weinstadt war Marius Braun vom Fechtsportverein Klarenthal.

Der 17-jährige Braun war in bestechender Form und zog ungeschlagen in das Finale der besten Acht ein. Im Viertelfinale setzte er sich mit 15:8 gegen den Tauberbischofsheimer Sven-Niclas Rick durch und bezwang im Halbfinale Janek Löbel aus Jena mit 15:7. Erst im Kampf um den Deutschen Meistertitel wurde er mit 10:15 von dem bereits 19-jährigen Thomas Stanek aus Jena gestoppt. Den dritten Platz teilten sich Johann Gustinelli aus Tauberbíschofsheim und Janek Löbel aus Jena.

Kadetten-WM 2006

Marius Braun für Weltmeisterschaft nominiert

Der 16jährige Florettfechter Marius Braun wurde vom Deutschen Fechterbund für die Kadettenweltmeisterschaften (U18) nominiert, die vom 9. bis 17. April in Korea ausgetragen werden.

Marius qualifizierte sich als Ranglistenerster der A-Jugendrangliste für dieses Großereignis und ließ dabei die Konkurrenten aus Tauberbischofsheim, Moers und Heidenheim hinter sich.

Wichtigste Stationen auf dem Weg zur WM-Nominierung waren die Bronzemedaille bei den Deutschen A-Jugend-Meisterschaften in Moers, der sensationelle Turniersieg beim Internationalen Händelcup in Halle und der 7. Platz beim Int. Pokalturnier in Halle unter über 230 Teilnehmern. Weitere wertvolle Punkte erkämpfte er sich bei den Juniorenweltcups in Burgsteinfurt und zuletzt in Giengen.

Der krönende Abschluss einer tollen Saison bildet nun die Teilnahme an den Kadettenweltmeisterschaften in Korea.

Der Fechtsportverein Klarenthal ist stolz darauf, nach 1979 wieder einen Teilnehmer bei Weltmeisterschaften zu stellen. Damals nahm Hans-Jürgen Hauch an den Juniorenweltmeisterschaften in Chicago teil und belegte den 7. Platz. Hauch ist seit einigen Jahren Bundestrainer und trainiert im Fechtzentrum Heidenheim. Als Mitglied des Fechtsportvereins Klarenthal wird er seinem „Nachfolger“ die Daumen drücken.

Marius Braun begann im Alter von 6 Jahren mit dem Fechtsport. Seine größten Erfolge als Schülerfechter waren die Siege beim Internationalen Turnier um den vom FSV Klarenthal ausgetragenen „Saarbrücker Pokal“ 1998 und 2000. Seinen ersten Landesmeistertitel gewann er 2001, dem viele weitere folgten.

Seit Sommer 2003 lebt und trainiert Marius Braun am Fechtinternat Bonn. Seit dem Wechsel ans Fechtinternat ging die Entwicklung von Marius steil nach oben. Geprägt von seinen dortigen Trainern Ulrich Schreck und Klaus Schenkel kletterte er immer höher in der Deutschen A-Jugend-Rangliste bis zum 1. Platz, den er seit November 2005 inne hat. In der Rangliste der Junioren belegt er zur Zeit den 12. Platz, auf der Aktivenrangliste des Deutschen Fechterbundes wird er auf Platz 29 geführt. Auch in der Juniorenweltrangliste ist der Name Marius Braun vertreten.

Bei der Kadetten-WM belegte Marius einen hervorragenden 14. Platz. Nach klaren Siegen gegen den Schweden Nicolaidis und den Ägypter El Sayed unterlag er erst im Achtelfinale dem Polen Sinoracki.

Aufgrund dieser Leistung nominierte ihn der Bundestrainer auch für die Juniorenmannschaft. Nach Siegen gegen Singapur (45:10) und Südkorea (45:30) schalteten Marius Braun und seine Teamkameraden auch Geheimfavorit Ukraine mit 45:40 aus. Im Halbfinale gab es einen Krimi gegen den Toppfavoriten Frankreich. Mit 43:45 mussten sich die Deutschen denkbar knapp geschlagen geben. Im Gefecht um Platz 3 unterlag man China mit 44:45.

International Veteran Championchips Moskau 2003

Am 27. Mai war es soweit. Gut vorbereitet von unserem Trainer Dieter Bottler (war auch mit im Gepäck) flogen wir von Frankfurt aus nonstop nach Moskau. (Wir, das sind meine Schwester Tanja, meine Eltern und ich). Dort angekommen, begannen wir uns als erstes unserer überflüssigen Kleidung zu entledigen. 32° C und das in der russischen Metropole.

Auf dem Transfer zum Hotel mit der charmanten Reiseleiterin Ludmilla konnten wir schon die ersten Eindrücke dieser riesigen Stadt gewinnen. Nach ca. einer Stunde kamen wir im Hotel Ukraina an, wunderschön an der Moscwa gelegen.

Wahnsinnsanblick, dieses Hotel, bestimmt eines der beeindruckendsten Hotelgebäude in der Stadt. Eine riesige Eingangshalle mit Marmor und Deckenmalerei wie bei Kempinski mit 6 Aufzügen bis in den 29. Stock. Die Zimmer waren dann wohl nicht mehr à la Kempinski, aber sehr geräumig und ausgestattet mit Mobiliar aus den 50ern. Im Badezimmer fanden wir noch eine Duscharmatur aus der Jahrhundertwende vor, aber die Betten waren bequem und das Frühstück fürstlich. Da bekam man alles, was das Herz begehrt: ob warm oder kalt, ob süß oder salzig, ob extra mager oder extra fettig und ein gudd gebrühter köstlicher Kaffee. Da haben wir uns natürlich für den ganzen Tag gestärkt und dazu noch a bisserl Obst unn was Süßes für unterwegs rausgeschmuggelt.

Am Abend unserer Ankunft machten wir uns gleich auf den Weg Richtung Zentrum. Irgendwie habe ich mich gar nicht wohl gefühlt in meiner Haut, es war alles so fremd. Überall nur kyrillische Schrift, kein einziger Hinweis mal in Englisch. Ich dachte, hier fänden wir uns niemals alleine zurecht. Und wenn ich mal „null Plan“ habe, dann werde ich nervös. Na ja, Tanja blieb wie immer cool und gelassen; gleich bei unserer ersten Trinkpause (für unsere Nachwuchsfechter: die gibt’s erst, wenn man schon ordentlich was gemacht hat!) kramt sie den Reiseführer aus dem Rucksack und begann das kyrillische Alphabet zu studieren. Denn ohne ein bisschen Russisch ist man allein ziemlich aufgeschmissen; denn fast jedes Mal ernteten wir auf unsere Frage „Do you speak English“ ein mitleidiges Kopfschütteln. Englisch war nur bei den fliegenden Händlern Hauptsprache – war auch gut so, da wir das Handeln auf Russisch sicher nicht so gut hingekriegt hätten.

Am ersten Tag schlossen wir uns einer von Ludmilla organisierten Stadtrundfahrt an, um Orientierungshilfen für unsere bevorstehenden Alleingänge zu sammeln. Die Christi-Erlöser-Kathedrale, das Kaufhaus GUM, das Bolschoitheater, die Basilius-Kathedrale, der Rote Platz und schließlich der Kreml waren einige der vielen Sehenswürdigkeiten, die angefahren wurden. Beendet wurde die Rundfahrt mit dem Besuch des gewaltigen Kremlgeländes, manche besichtigten noch die Waffenkammer.

Jedenfalls wussten wir jetzt, wo was in der Stadt war und am nächsten Tag machten wir uns zu viert auf den Weg Richtung Metrostation in der Nähe unseres Hotels. Sofort fanden wir uns in den riesigen Tunnels und Röhren zurecht (ich glaub’, Tanja hat über Nacht einen Kyrillisch-Intensivkurs gemacht). Um zur Ringlinie zu kommen (ganz tief unten unter der Erde), benutzten wir ca. 100 m lange steile Rolltreppen, die uns in rasendem Tempo in den Untergrund brachten. Irgendwie sah das so witzig aus, wenn man die Leute auf der Rolltreppe nebenan beobachtete, die in die entgegen gesetzte Richtung fuhren: die standen alle schief (kann man nicht erklären – muss man gesehen haben – aber ich hätte mich da totlachen können ).Am Ende dieser Rolltreppen waren auch kleine Häuschen, besetzt mit schon sehr betagten Wärtern, die aber meistens schliefen (scheint eine Lieblingsbeschäftigung der Russen zu sein, wenn nichts zu tun ist). Ganz tief da unten hält alle zwei Minuten eine U-Bahn; in der Stoßzeit sogar alle 30 Sekunden. Nach den Angaben im Reiseführer fanden wir auf dieser Linie die schönsten Metrostationen der Welt: mächtige Stuckgewölbe mit Gemälden historischer Szenen, mit Buntglasfenstern, Malereien, Bildhauereien, riesigen Kronleuchtern, Marmor u.v.a.m. Und alles picobello sauber – und nicht nur in diesen Metrostationen. (Man muss sich mal vorstellen wie es bei uns aussehen würde, wenn täglich Millionen eine U-Bahn benutzen würden).

Auf unseren täglichen Touren haben wir bestimmt fast alles gesehen, was Moskau zu bieten hat: das Neujungfrauenkloster, Kolomskoje, Märkte, Parks, Universität, Leninstadion, Skissprungschanze, Leninmausoleum, GUM, ein unterirdisches Kaufhaus, ein Spaziergang über den Roten Platz und alles rund um den Kreml mit seinen bis zu 30 Meter hohen Außenmauern.

An Verkehrsmitteln haben wir nicht nur die Metro, sondern auch den Trolley-Bus benutzt und einmal auch die Straßenbahn: Da waren wir auf der Suche nach dem Vogelmarkt ( dort gibt’s alles zu kaufen, das kriechen, fliegen und krabbeln kann ), der weit außerhalb des Zentrums sein sollte, aber dann doch nicht mehr dort war.

So, den Teil oben habe ich ziemlich direkt nach unserer Rückkehr aus Moskau geschrieben – dann machte ich eine schöpferische Pause – um dann – 10 Monate später – das Werk zu vollenden. Macht aber nix, denn die 8 Tage Moskau waren so ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

Einen Tag vor unserem Wettkampf fuhren Tanja und ich in die Sporthalle zur Materialkontrolle und zum Einschreiben. Die Materialkontrolle war recht amüsant: jede Waffe wurde geprüft und ein ‚M’ in die Klinge graviert, die Kabel wurden mit einem Kabelbinder versehen und das alles mit einer solchen Ruhe und Gelassenheit, die man bei uns in Deutschland gar nicht mehr kennt. Aber man gewöhnt sich ja an alles.
Der Wettkampf selbst war super organisiert. Zwei Runden, dann 16er-KO und wer kommt gegeneinander: Eich/Germany gegen Uder/Germany. Zwei Deutsche – zwei Klarenthaler – zwei Schwestern. Echt schade, aber so war wenigstens eine von uns sicher im Finale. Nachdem ich gegen Tanja gewonnen hatte, wartete eine Weißrussin, die spätere Siegerin, auf mich. 0:3 stand es schon gegen mich bis ich endlich schnallte, mit welcher Aktion sie meine Angriffe immer ausparierte (so was hab’ ich nie gelernt). Sie war auch wirklich die stärkere und schnellere und gewann verdient mit 10:7.
Die Siegerehrung am Nachmittag war wunderschön und es war ein besonderes Gefühl, da vorne zu stehen und die – wenn auch weißrussische – Nationalhymne zu hören. Hab’ ich, als ich klein war, immer davon geträumt (Zusatz: Ja, habe ich wirklich immer davon geträumt, aber mit mir ganz oben auf dem Treppchen und mit der Deutschen Hymne!!!)
Ach ja: Ich war am Ende auf dem 6. Platz und Tanja war 11. War doch eine tolle Ausbeute für unseren kleinen Verein!

Die letzten beiden Tage nutzen wir noch aus, um Moskau weiter zu erkunden und die noch fehlenden Souvenirs zu besorgen. Nur die Temperaturen stürzten von 32° Richtung Gefrierpunkt, am Morgen unserer Abreise sahen wir sogar ein paar russische Schneeflocken.

Fazit: Moskau ist eine wunderschöne, reizvolle Stadt. Picobello sauber – nirgendwo, ob in Metro, Fußgängerzonen oder auch in den Außenbezirken liegt Dreck auf den Straßen. Mehr als empfehlenswert für alle, die noch nicht dort waren.

Tipps für Moskaureisende:

Essen: kann man sehr günstig, man findet auch schnell wo – genauso schnell wie man die teuren findet und dort nach dem Studium der Speisekarte das Lokal fluchtartig verlässt (Preise hängen selten vor dem Lokal aus)

Trinken: genauso günstig, es Bier iss gudd (Aussage meines Vaters)
Den besten Wodka gibt’s in der „Route 66“

ÖPNV: koschd faschd nix

Souvenirs: Matrjoschkas in allen Variationen,
Fahnen mit Hammer und Sichel ( die alten ),
Russekappe mit hunderten von Pins dran,
Telefonkarten, weil man sich ständig welche kauft, um mal nach Hause zu telefonieren und keine funktioniert, zumindest nicht dort, wo man sie reinsteckt

Währung: eigentlich Rubel, bei den fliegenden Händlern bittschön nur EURO

Fitness: die körperliche Fitness sollte gut sein, um die zu Fuß zurückzulegenden Kilometer ohne Probleme bewältigen zu können

Es waren für mich und für die anderen unvergessliche Tage in der Weltstadt Moskau.

Ein riesiges Dankeschön geht noch an unsere Sponsoren (Mama und Papa), denen die Reise bestimmt mindestens genauso gut gefallen hat wie uns.

Birgit